Der Orient ist für die meisten von uns eine Welt voller Geheimnisse, Mythen und Rätsel. Schon als Kind verbindet man damit fliegende Teppiche, Dschinnis und Wunderlampen, verschleierte bauchtanzende Frauen und Turban tragende, Shisha rauchende Männer. Wer einmal dort war, dem werden die Märkte und Basare, wo Nase, Ohren und Augen vom Überfluss an Gerüchen, Geräuschen und Farben zu kollabieren drohen, für immer in Erinnerung bleiben.
Die orientalische Kultur erstreckt sich von Marokko und Ägypten über ganz Nordafrika weiter östlich über das ehemalige Persien, also Saudi-Arabien, Iran und Irak bis nach Pakistan und in die nördlichen Regionen der Türkei. Sie ist eng mit dem Islam verbunden und hat trotz Globalisierung und Massentourismus kaum von ihrer jahrtausendealten Faszination verloren.
Auch ich wurde vor rund 20 Jahren in ihren Bann gezogen, als ich bei meiner ersten Reise nach Nordafrika zum ersten Male mit dieser Kultur in Berührung kam. Vor allem die phantasievollen Teppiche und farbenprächtigen Stoffe haben mich begeistert. Damals konnte ich mir allerdings gerade mal einen kleinen Wandteppich leisten, der auch heute – als mein erster Orientteppich - noch über meinem Bett hängt.
Inzwischen habe ich auch schon andere orientalische Länder bereist, habe prächtige Paläste und blühende Gärten ebenso bewundert und erlebt wie trockene Wüstengegenden und einsame Bergdörfer. An jedem Ort und jeder Oase mache ich Halt, um mir die regionalen Textilien anzusehen und Stoffe, Teppiche, Shishas und andere typische Waren zu erstehen, mit denen ich einen kleinen Orientbasar zuhause betreibe. Dabei lernt man die Sitten und Gebräuche der Einheimischen am besten kennen, ihre Gastfreundschaft und Gesten, ihre Küche und natürlich auch ihre Sprache.
In diesem Blog erzähle ich über meine Reisen in den Orient, die nicht nur Reisen in die Ferne und in die Fremde waren und sind, sondern auch Reisen in der Zeit.